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Das Programm folgt demnächst

Messeöffnungszeiten:

Freitag: 19 bis 22 Uhr
Samstag: 10 bis 22 Uhr
Sonntag: 10 bis 15 Uhr

Freitag, den 4. November 2016

19:30 Uhr, Vorsaal
Podium und Diskussion mit Manfred Sohn, Matthias Coers und Gerd Wiegel

Wo bleibt die radikale Linke?

Ökonomische Krisen erschüttern heute die kapitalistische Wirtschaftsweise. Das sicher geglaubte ist nicht länger sicher und die internationale Konkurrenz nimmt zu. Durch die Entwicklung unter Druck gesetzt, wird seit Jahren vom politischen Establishment der BRD die Umstrukturierung der gesellschaftlichen Verhältnisse vorangetrieben. Den, von hier aus agierenden, Banken und Konzernen sollen so beste Ausgangsbedingungen im internationalen Hauen und Stechen verschafft werden. Der gesellschaftlich erwirtschaftete Reichtum wird deshalb ungeniert umverteilt. Während eine Minderheit profi tiert, muss die Mehrheit die Zeche zahlen. Löhne sinken - Mieten, wie auch andere Kosten steigen und die soziale Absicherung wird Schritt um Schritt abgebaut. Die Konkurrenz um Lohnarbeit, Wohnungen, Ausbildungsplätze etc. wächst, soziale Unsicherheit wie Armut nehmen zu und die Unzufriedenheit steigt. Wie in anderen Staaten, taucht auch in der BRD mit der sogenannten Alternative für Deutschland in dieser Situation eine rechtspopulistisch, national und rassistisch agierende Scheinalternative auf, der es gelingt Unzufriedene
an sich und an eine verschärfte Variante der herrschenden Ideologie zu binden… Und wo bleibt in dieser Situation die radikale Linke? Warum kann weder ihr parlamentarischer Flügel noch die außerparlamentarische Linke bisher politisch wie personell von der wachsenden Unzufriedenheit profi tieren? Wo bleiben Antworten auf den Klassenkampf von oben? Wie muss eine Linke, die nicht bereit ist sich mit der Rolle des gesellschaftlich isolierten, kommentierenden Hofnarrs abzufi nden, positionieren? Was muss sie tun? Abwehrkämpfe oder eine Offensive organisieren? Basisarbeit? Kämpfe für die Interessen der Mehrheit beginnen? Kampagnen machen? Wahlkämpfe führen? Auf die eigene Kraft vertrauen oder breite Bündnisse bis ins bürgerliche Lager suchen? Wie ist die Lage, wo und wie ansetzen, mit was beginnen? Analysen, strategische Überlegungen und Vorschläge werden hier präsentiert. Es referieren und diskutieren: Manfred Sohn, ex-MdL und Fraktionsvorsitzender DIE LINKE in Niedersachsen, 2015 Austritt aus der Partei, zahlreiche Buch- und Artikelveröffentlichungen. Matthias Coers, Aktivist in der Mietrechtsbewegung, Filmemacher u.a. "Mietrebellen", Medienaktivist und Soziologe. Gerd Wiegel, Referent der Bundestagsfraktion DIE LINKE für Rechtsextremismus/Antifaschismus, Redakteur der "Z" - Zeitschrift Marxistische Erneuerung.


Samstag, den 5. November 2016

12:00 Uhr, Vorsaal
Patrik Köbele

Die Antwort auf Flucht und Perspektivangst

Merkels "Wir schaffen das!" ist genauso wenig im Humanismus begründet, wie der Fremdenhass ihrer Gegner. Denn Flucht kennt nicht nur Opfer, sondern auch ihre Ursachen und Verursacher. Sie nutzen die Flüchtlinge zur Spaltung der Ausgebeuteten und stabilisieren damit ihre Macht. Welche Antwort können und müssen wir darauf geben? Der Mitherausgeber der Marxistischen Blätter und Vorsitzende der DKP wird anschließend Rede und Antwort stehen.

VeranstalterIn: Marxistische Blätter
12:00 Uhr, Seminarraum

Machno. Zeugnisse einer Bewegung

(Hrsg.) Valentin Tschepego Band 2: Aus Machnos Feder In dem zweiten Band der Reihe „Machno. Zeugnisse einer Bewegung“ kommt der maßgebliche Initiator dieser breiten Bewegung im Osten der Ukraine zu Wort. Einer Bewegung, die ihren Anfang im nach der Russischen Revolution von 1917 beginnenden Bürgerkrieg hatte und die bis zum Ende desselben eine bedeutende Rolle auf dem Gebiet der Ukraine spielen sollte.

VeranstalterIn: Edition AV
12:00 Uhr, Glasbau

Nichts vergeben! Nichts vergessen! NSUKomplex au?ösen!

Die Dimension der Verbrechen um die Morde des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) an neun Migranten sowie der Nagelbombenanschläge verdeutlicht: In Deutschland wird versucht eine Situation zu schaffen, die systematisch Rassismus, Faschisierung, Einschüchterung und Unterdrückung fördert. Die Ermittelnden und zuständigen Behörden wollten keine rassistischen Motive hinter den Taten vermuten lassen. Für uns ist klar: Der Rassismus und die Faschisierung gehen vom deutschen Staat aus! Nazi-Organisationen sind seine Stoßtrupps. Faschisierung und Rassismus sind ein Wesenszug dieser bürgerlichen Herrschaft.

VeranstalterIn: Zeitschrift Trotz Alledem!
12:00 Uhr, Hinterzimmer

Diese Wirtschaft tötet

Kirchen gemeinsam gegen Kapitalismus
Papst Franziskus macht klar: «Diese Wirtschaft tötet». Auch der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) forderte im November 2013 eine «Wirtschaft im Dienst des Lebens». Diese Ökumene der Kirchen gegen den Kapitalismus ist jedoch weitgehend unbekannt. Simon Wiesgickl stellt sein Buch vor, in dem erstmals in deutscher Sprache die profi liertesten Autoren innerhalb dieser antikapitalistischen Sichtweise versammelt sind.

VeranstalterIn: VSA Verlag
12:00 Uhr, Komm-Kino
Moritz Fröhlich, Mario Pschera

Dem Roboter seine Lohntüte, den Menschen das BGE

Moritz Fröhlich (Landesarbeitsgemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen) und Mario Pschera (nd) diskutieren anhand der Veranstaltungsreihe und ndSerie zu BGE und dem gegenwärtigen technologischen Quantensprung in der Industrieproduktion Konsequenzen aus der Freisetzung menschlicher Arbeitskraft und die Suche nach Modellen sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe aus sozialistischer Sicht.

VeranstalterIn: Tageszeitung Neues Deutschland
13:00 Uhr, Vorsaal
Raul Zelik

Im Multiversum des Kapitals

Wer herrscht wie, wer protestiert, wer nicht und warum nicht?
Fragend schreitet Raul Zelik voran und interveniert in theoretische und kulturelle Fragen, die nicht nur Linke beschäftigen.Die neueste Essaysammlung beschäftigt sich mit der Kluft zwischen der radikalen theoretischen Kritik einerseits und der Praxis vieler linker Bewegungen und Initiativen innerhalb der bestehenden Verhältnisse andererseits. Zugrunde liegt ihnen die Frage, was radikale Theorie zu den politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart an Problembewusstsein und Antworten beisteuern kann.

VeranstalterIn: VSA Verlag
13:00 Uhr, Seminarraum
Nikolai Huke

Krisenproteste in Spanien

Zwischen Selbstorganisation und Überfall auf die Institutionen
Die Buchvorstellung gibt einen Überblick über Protestbewegungen in Spanien im Kontext der Eurokrise. Sie zeigt, wie im Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Verarmung und Prekarisierung neue Formen der radikaldemokratischen Selbstorganisation, des (zivilen) Ungehorsams und alternative parteipolitische Strategien entwickelt werden. Darüber hinaus geht sie der Frage nach, inwiefern diese für soziale Bewegungen in Deutschland instruktiv sein können.

VeranstalterIn: édition assemblage
13:00 Uhr, Glasbau
Manfred Sohn

Ein aufhaltsamer Aufstieg

Die AfD und andere – das Übel an der Wurzel packen
Ausgehend von Geschichte und Programm der AfD umreißt Manfred Sohn eine Strategie gegen die allgemeine Rechtsentwicklung. Demnach greifen die Antworten der parlamentarisch eingehegten Linken allesamt zu kurz, weil sie den Aufstieg der Rechten nicht als Ausdruck der in den Zentren angekommenen fi nalen kapitalistischen Krise einordnen. Wer Zerfallserscheinungen wie die AfD überwinden will, muss an die Wurzel gehen und radikal werden.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
13:00 Uhr, Hinterzimmer
Colin Goldner

Lebenslänglich hinter Gittern

Die Wahrheit über Gorilla, Orang Utan & Co in deutschen Zoos
In 38 deutschen Zoos werden Große Menschenaffen zur Schau gestellt. Dort, so wird behauptet, könnten wir Menschen unsere nächsten Verwandten beobachten und verstehen lernen. Doch die Realität sieht anders aus: teils katastrophale Haltungsbedingungen führen bei vielen zu Symptomen massiver psychischer Störungen. Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen die Einrichtung „Zoo“. Der Autor setzt sich für einen radikalen Wandel des gesellschaftlichen Konsenses über das Verhältnis Mensch-Tier ein.

VeranstalterIn: Alibri Verlag
13:00 Uhr, Komm-Kino
Adelmo Cervi

Meine 7 Väter

Als Partisan gegen Hitler und Mussolini.
Aufgezeichnet von Giovanni Zucca, übersetzt von Gernot Trausmuth Ein Sohn, der selber in die Jahre gekommen ist, begibt sich auf die Spurensuche nach seinem Vater und dessen sechs Brüdern. Ihr Schicksal zählt zu den großen Kapiteln der italienischen Resistenza, des Widerstands gegen den Faschismus und die Besatzung Italiens durch die deutsche Wehrmacht. Mit ihrer Hinrichtung wurden diese Männer zu Symbolfi guren des Antifaschismus. Doch der Sohn, der seinen Vater nie bewusst kennengelernt hat, will die Geschichte abseits dieses Mythos erzählen …

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag
14:00 Uhr, Vorsaal
Benjamin Wolf

1. FC Nürnberg

Fußballfi bel [Band 9]
Ausdrücklich die Fan-Perspektive steht bei der Reihe „Fußballfi beln“ im Vordergrund, deren Bände jeweils einem Verein gewidmet sind. Benjamin Wolf hat in seinem Buch über den 1. FC Nürnberg die Achterbahnfahrt seines Vereins großartig und mit viel Liebe in Szene gesetzt und präsentiert eine sehr persönliche Tour durch die Historie des „Glubbs“, mit fränkischem Fatalismus zwischen Fußballhimmel und -abgrund.

VeranstalterIn: Culturcon Medien
14:00 Uhr, Seminarraum
Conrad Schuhler

Die Große Flucht

Ursachen, Hintergründe, Konsequenzen
Die Verantwortung für die Große Flucht wird ebenso verdrängt wie deren Ursachen. In den Blick geraten die Kriege des Westens, sowie Armut und Verelendung, verursacht durch eine »Wirtschaft, die tötet«. Was sind die Alternativen zu Rassismus und Nationalismus, zu Abschottung und zur Festung Europa?

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
14:00 Uhr, Glasbau
Volker Hermsdorf & Verleger Wiljo Heinen

Raúl Castro – Ein Leben für die Revolution

Der kubanische Präsident Raúl Castro ist einer der erfolgreichsten Politiker der Gegenwart und trotz seiner Schlüsselposition bei den momentanen Veränderungen auf der Insel, beispielsweise dem gegenseitigen Annäherungsrozess an die USA, gilt er hierzulande noch immer als geheimnisvoll. jW-Auslandskorrespondent und Kuba-Kenner Volker Hermsdorf zeichnet den Weg dieses ungewöhnlichen Menschen nach und veröffentlicht die erste deutschsprachige Biografi e.

VeranstalterIn: Tageszeitung junge Welt und Verlag Wiljo Heinen
14:00 Uhr, Hinterzimmer
Renate Sattler

Risse im Gesicht

Roman
Fasziniert lauscht Marion Erzählungen über den Großvater, dessen Schicksal wie ein Schatten über der Familie liegt. Spät erst erfährt sie, wie der Großvater in der Nachkriegszeit verschwand und warum sie darüber schweigen muss. Dennoch geht sie seinen Spuren nach. So erfährt sie allmählich immer mehr vom Schicksal unzähliger Menschen, die 1945 von den sowjetischen Besatzungstruppen verschleppt wurden – und unter denen nicht wenige Antifaschisten waren

VeranstalterIn: Edition AV
14:00 Uhr, Komm-Kino
Silke Makowski

Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!

Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933
Der antifaschistische Widerstand der Roten Hilfe Deutschlands (RHD) ist kaum bekannt, obwohl sich Zehntausende aus verschiedenen linken Strömungen daran beteiligten. Im Zentrum standen Spendensammlungen für die politischen Gefangenen, Zeitungsverkauf sowie Flugblattverteilungen gegen den NS-Terror, aber auch Fluchthilfe und Unterstützung für EmigrantInnen.

VeranstalterIn: Hans-Litten-Archiv und Gegen den Strom
15:00 Uhr, Vorsaal
Werner Ruf

Islamischer Staat & Co.

Profi t, Religion und globalisierter Terror
Geostrategische Interessen, Kontrolle von Öl und Gas, globale und regionale Hegemonialpolitik: Kriminelle Ökonomien paaren sich mit religiös verbrämtem Fanatismus zu einer kaum noch kontrollierbaren Eigendynamik. Sie zu stoppen bedingt die Austrocknung ihrer wirtschaftlichen Basis.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
15:00 Uhr, Seminarraum
Dieter Braeg

Ingrid Bauer: Tschikweiber haums uns g’nennt ...

Das Buch über Leben und Kampf der Zigarrenarbeiterinnen von Hallein ist eine Arbeit der Historikerin Ingrid Bauer, die in den 1980er-Jahren lebensgeschichtliche Gespräche mit den sogenannten „Tschikweibern“ führte. Dieter Braeg, der als gewerkschaftlicher Aktivist schon im Streik der Frauen bei Pierburg in Neuss 1973 eine wichtige Rolle spielte, wird das Buch präsentieren.

VeranstalterIn: Die Buchmacherei
15:00 Uhr, Glasbau
Samuel Stuhlpfarrer (Hrsg.), Raul Zelik, Fanny Müller-Uri, Lisa Bolyoxs

Alle Verhältnisse umzuwerfen ...

Gespräche & Interventionen zu Krise, globaler Bewegung und linker Geschichte
In mehreren Gesprächen spüren die HerausgeberInnen aktuellen und grundsätzlichen Fragen der Linken nach: Dem Umgang mit der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung, den multiplen Krisen der Gegenwart und nicht zuletzt den wirkmächtigen Ansätzen eines nachkapitalistischen Gesellschaftsentwurfs. Weitere Beiträge ergründen die vielfältigen Potenziale künstlerischer Intervention und problematisieren strukturelle Fragen und solche der Vermittlung linker, antikapitalistischer Inhalte.

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag
15:00 Uhr, Hinterzimmer
Klaus Hartmann

Deutschland raus aus der NATO! NATO raus aus Deutschland!

Eine Initiative von Freidenkern und Arbeiterfotografi e Die Situation entwickelt sich bedrohlich in Richtung Krieg. Da gibt es für alle Kräfte des Friedens nur eins: Sagt NEIN! Deutschland muss aussteigen aus den imperialen Strukturen des Krieges! Deshalb muss die Devise lauten: NATO-Vertrag kündigen! DEUTSCHLAND RAUS AUS DER NATO! Truppenstationierungs-Vertrag kündigen! Alle US-Militäreinrichtungen schließen! NATO RAUS AUS DEUTSCHLAND! Mit Russland kooperieren!

VeranstalterIn: Zeitschriften: Arbeiterfotografi e, Freidenker und DAS KROKODIL
15:00 Uhr, Komm-Kino
Gabriella Angheleddu

Luciana Castellina Die Entdeckung der Welt

Ausgehend von den Tagebüchern, die die legendäre Mitgründerin der Zeitung "il manifesto" als junges Mädchen geschrieben hat, erzählt Luciana Castellina von ihrem politischen Erwachen im faschistischen Italien, über den Zusammenbruch des Regimes bis hin zu ihrem Eintritt in die Kommunistische Partei Italiens 1947. Dabei verweben sich Vernunft und Leidenschaft, existenzielle Fragen, Erkenntnis und feine Selbstironie zu einer dichten autobiographischen Erzählung. Die kämpferische Politikerin, Journalistin und Autorin ist seit den 60er-Jahren eine der führenden Persönlichkeiten der italienischen Linken.

VeranstalterIn: LAIKA-Verlag und Kurt Eisner Verein - Rosa Luxemburg Stiftung Bayern
16:00 Uhr, Vorsaal
Nelke, (Hrsg.) Soziale Befreiung

Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)

Die antifaschistische Volksfront in Spanien zwischen 1936 und 1939 war ein Klassenfeind des Proletariats – aber nicht das kleinere Übel zum Franquismus. Beide stellten sozialreaktionäre Fraktionen des Kapitalismus dar. Das Proletariat wurde in einem innerkapitalistischen Fraktionskampf blutig zerrieben. Diese Tatsache zu leugnen ist auch heute noch das Geschäft des Antifaschismus. Diese Broschüre über den spanischen BürgerInnenkrieg ist eine Waffe gegen diese Lügen und Verdrehungen.

VeranstalterIn: Zeitschrift Soziale Befreiung
16:00 Uhr, Seminarraum
Alexander Goeb

Das Kambodscha-Drama

Gottkönige, Pol Pot und der Prozess der späten Sühne. Berichte, Kommentare, Dokumente
Sie wollten eine Revolution anführen gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung und feudale Strukturen. Eine Vision, die in einen Albtraum führte. Der Autor legt erstmals eine Gesamtschau des Entstehens, der Praxis und des Endes der Rote-Khmer-Bewegung in Kambodscha vor. Er beschreibt die ideologischen Hintergründe, die Vorbereitung der Machtübernahme und die Praxis einer staatlichen Terrorherrschaft, die von 1975 bis 1979 über zwei Millionen Tote forderte und ein zerstörtes Land hinterließ.

VeranstalterIn: LAIKA-Verlag
16:00 Uhr, Hinterzimmer
Stefan Hinsch

Europa zerbricht am Euro

Unter deutscher Vorherrschaft in die totale Krise
Einst galt die Einführung einer gemeinsamen europäischen Währung als Garant einer rosigen Zukunft. Stattdessen wuchsen die Ungleichgewichte. Damit entpuppte sich der Euro als Instrument eines Schockprogramms zur Senkung von Löhnen und zum Abbau staatlicher Sozialleistungen. Die Staaten im Süden Europas mussten sich den Gläubigern unterwerfen. Statt Prosperität und Solidarität hat der Euro Elend, Entdemokratisierung und nationale Spannungen gebracht. Am wachsenden Widerstand dagegen wird die Europäische Union zerbrechen, wenn kein radikal anderer Weg beschritten wird.

VeranstalterIn: Promedia Verlag
16:00 Uhr, Glasbau
Gabriele Senft

Das Einfache. Fotografien von Horst Sturm

Gute Fotografie ist vor allem wahrhaftig. Engagierte Fotografie berichtet von den Menschen und ihren Umständen. Beides zu verbinden, ist Einfaches, das schwer zu machen ist. Horst Sturm ist dies gelungen.<br />

Sturm war Bildjournalist der DDR-Nachrichtenagentur ADN. Mit Kamera und Herz war er über vier Jahrzente dabei, die Menschen für den Aufbau des friedlichen Deutschlands zu ermutigen. In seinen Bildern findet sich seine tiefe Liebe zu den Menschen.<br />

Die Fotojournalistin Gabriele Senft hatte in ihm einen Lehrer und Freund. Es war ihr ein Anliegen, nach seinem Tod 2015 für ihn typische Fotografien in einem Bildband zusammenzustellen – darunter sehr
bekannte, aber auch seltenere, die bisher kaum den Schutz der Archive verließen. Damit eröffnet sie eine genauere Sicht auf Horst Sturm. In ihrem Bildvortrag stellt sie eine Auswahl vor.

VeranstalterIn: Wiljo Heinen Verlag
17:00 Uhr, Vorsaal
Reinhold Scholz

Von Golgatha nach Auschwitz

Die Mitverantwortung des Christentums für den Holocaust
Das Buch gibt einen kompakten Überblick über die christliche Judenfeindschaft und ihre dramatischen Folgen für die jüdische Bevölkerung. Es zeigt, dass der Judenhass schon im Neuen Testament angelegt ist und durch die heiligen Kirchenväter in den christlichen Gesellschaften so gefestigt wird, dass er sich in den folgenden Jahrhunderten bis in die Zeit des Nationalsozialismus und darüber hinaus immer wieder Bahn bricht.

VeranstalterIn: Alibri Verlag
17:00 Uhr, Seminarraum
Brigitte Queck

"Die Ukraine im Fokus der NATO. Russland das eigentliche Ziel"

Die Autorin untersucht das unterschiedliche Herangehen der EU und der USA in der Ukraine auf der Grundlage des Buchs "Die Ukraine im Focus der NATO. Russland das eigentliche Ziel".

VeranstalterIn: Zambon Verlag
17:00 Uhr, Glasbau
Volker Hermsdorf

Cuba Libre

Die Zeitschrift „Cuba Libre“ als Teil der Gegenöffentlichkeit
Vor 42 Jahren wurde sie gegründet – die Dreimonatszeitschrift „Cuba Libre“ der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba. Der Journalist Volker Hermsdorf diskutiert im Gespräch mit der Chefredakteurin Marion Leonhardt Selbstverständnis und Aufgaben dieser Zeitschrift der Kuba-Solidarität. Was kann und will eine Zeitschrift in der Solidaritätsarbeit leisten?

VeranstalterIn: Zeitschrift Cuba Libre
17:00 Uhr, Hinterzimmer
Linde Salber, Simone Barrientos

Hermann Kant - Nicht ohne Utopie.

Das Werk Hermann Kants gehört in den Kanon großer deutschsprachiger Dichtung. Die Biographin Linde Salber hat über Kant das Standardwerk geschrieben. Simone Barrientos und – angefragt – Linde Salber stellen das Werk Kants vor. Simone Barrientos wird aus Büchern Hermann Kants lesen.

VeranstalterIn: Kulturmaschinen Verlag
18:00 Uhr, Vorsaal

Wie geht die Linke mit Zensur um?

Debatte um die Klagemauer-Ausstellung
Bestandteil des Begleitprogramms der Linken Literaturmesse ist die Ausstellung "Überall zuerst den Schwächsten dienen - Walter Herrmann und die Kölner Klagemauer für Frieden, Völkerverständigung undMenschenrecht". Dagegen gibt es anonyme Stimmungsmache, die an COINTELPRO-Praktiken erinnert. Nürnbergs OB Maly stellt sich als Hausherr daraufhin gegen die Ausstellung, ohne sie zu kennen. Für die Linke ergibt sich die Frage, wie mit derartigen Praktiken und Zensurmaßnahmen umzugehen ist. Im Rahmen der Veranstaltung wird die Ausstellung als Basis für eine Debatte präsentiert.

VeranstalterIn: Zeitschriften Arbeiterfotografie, Freidenker und DAS KROKODIL
18:00 Uhr, Seminarraum
Wolfgang Haug (Hrsg.)

Oskar Kanehl: Kein Mensch hat das Recht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen

Oskar Kanehl war ein expressionistischer und kommunistischer Dichter, Schriftsteller und Herausgeber. Seine Antikriegsgedichte erschienen während des Ersten Weltkriegs in Franz Pfemferts "Die Aktion" und gehörten zu den bedeutendsten ihrer Zeit. Oskar Kanehls Leben und Wirken wird aus heutiger Sicht vom Herausgeber vorgestellt.

VeranstalterIn: Edition AV
18:00 Uhr, Glasbau
Simon Schaupp

Digitale Selbstüberwachung

Self-Tracking im kybernetischen Kapitalismus
Self-Tracking und das Quantified-Self-Movement sind zu einem schnell wachsenden Trend geworden. Immer mehr Menschen überwachen mittels tragbarer digitaler Geräte minutiös ihren Lebenswandel, von der Arbeit bis zum Schlaf, vom Sport bis zum Sex – und das freiwillig. Simon Schaupps Studie „Digitale Selbstüberwachung" geht diesem Trend kritisch auf den Grund und stellt ihn in den Zusammenhang der Entwicklung des kybernetischen Kapitalismus.

VeranstalterIn: Verlag Graswurzelrevolution
18:00 Uhr, Hinterzimmer

Anna Seghers – Leben und Werk

In dem Vortrag sollen wichtige Lebensstationen der 1900 in Mainz geborenen und 1983 in Ostberlin gestorbenen Schriftstellerin skizziert werden. Dabei wird auch auf die Exilzeit in Frankreich und Mexiko eingegangen. Gewürdigt wird zudem das literarische Werk von Anna Seghers, insbesondere ihre beiden berühmtesten Romane "Das siebte Kreuz" und "Transit" sowie die Erzählung "Der Ausflug der toten Mädchen".

VeranstalterIn: Verlag Berlin-Brandenburg und Anna Seghers-Gesellschaft
19:00 Uhr, Vorsaal
Andreas Wehr

Der kurze griechische Frühling

Das Scheitern von SYRIZA und seine Konsequenzen
Mit der Hinnahme des von Berlin durchgesetzten Spardiktats wurde der gesamten europäischen Linken eine schwere Niederlage beigebracht. In der Konsequenz hält Andreas Wehr ein »demokratisches und soziales Europa« unter den Bedingungen des Euro und der EU für eine Illusion.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
19:00 Uhr, Seminarraum
Redaktionskollektiv (Hrsg.)

Wege durch den Knast

Alltag — Krankheit — Rechtsstreit
»Wege durch den Knast« ist ein umfassendes Standardwerk für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Es vermittelt tiefe Einblicke in die Unbill des Knastalltags, informiert über die Rechte von Inhaftierten und zeigt Möglichkeiten auf, wie diese auch durchgesetzt werden können.

VeranstalterIn: Assoziation A
19:00 Uhr, Glasbau
Sabine Schiffer

Medienkrieg im Syrienkrieg

Während die ARD das Aleppo Media Center als engagierte Plattform selbstloser Aktivisten und Journalisten feiert, weisen sorgfältige Recherchen in eine andere Richtung: Es handelt sich um eine PR-Abteilung sog. Rebellen, die – vom Ausland unterstützt – die syrische Regierung bekämpfen. Hintergründe wie diese und viele andere leuchtet das gleichnamige Hintergrund-Magazin des Selbrund-Verlags aus und lädt zu Information und Diskussion über Medienkritik ein.

VeranstalterIn: Selbrund Verlag und Hintergrund Magazin
20:00 Uhr, Vorsaal
Ingo Höhmann (Aktionsbüro), Andreas Hüllinghorst (Verlagsleiter)

Diese Zeit braucht diese Tageszeitung – die junge Welt

Die junge Welt als konsequent linke Tageszeitung bietet die einzige Alternative zum bürgerlichen medialen Einheitsbrei. Mit einer zweiseitigen Themenseite und regelmäßigen Beilagen zu tagesaktuellen Themen leistet sie einen Beitrag zu einer marxistischen Analyse der sozialen und politischen Verhältnisse. Über Proteste berichtet sie nicht nur, sondern ist oft auch direkt vor Ort und damit unverzichtbarer Bestandteil der linken Bewegung in Deutschland.

VeranstalterIn: Tageszeitung junge Welt
20:00 Uhr, Seminarraum
Walter Listl

Auf der Flucht

Themen: Dimensionen der Flüchtlingsbewegung - Fluchtursachen - Zusammenhang Fluchtursachen und Ursachen des Terrors - Alternativen
Über 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die Ursachen von Flucht, Krieg, Armut und Umweltkatastrophen lassen sich in einem Wort zusammenfassen: globaler Kapitalismus. Krieg und Gewalt kehren auch in Form des Terrors in die Länder wie ein Bumerang zurück, von denen Krieg und Gewalt ausgehen. Deshalb müssen die Verhältnisse geändert werden, die Krieg und Terror hervorbringen. Das ist Gegenstand "linker Sicherheitspolitik".

VeranstalterIn: ISW
20:00 Uhr, Glasbau
Valentin Hemberger

Spanien 1936-1939, Erinnerungen von Interbrigadisten aus der BRD

Max Schäfers und Anke Wagners Zusammenstellung der Erinnerungsberichte deutscher Interbrigadisten über den Spanischen Krieg ist 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung selbst zur historischen Quelle geworden. Die kommentierte Neuauflage betreute der junge Stuttgarter Historiker Valentin Hemberger, der inhaltliche Schwerpunkte dieser erzählten Geschichte vorstellt.

VeranstalterIn: Neue Impulse Verlag
20:00 Uhr, Hinterzimmer
Haydar Karatas, Romanlesung mit dem Autor (deutsch/türkisch)

Nachtfalter. Perper?k-a Söe

Eine Frau und ihre Tochter versuchen in den Bergen, dem Hunger und den türkischen Soldaten zu entgehen. Zwei Männer kreuzen ihren Weg: Der glücklose Pachtbauer Einarm-Musa, der endlich ein Stückchen eigenes Land besitzen will, und der Gesetzlose Çöyder, der sich auf einem blutigen Rachefeldzug gegen den Staat befindet. Die Tragödie des Dersim, erzählt aus der Perspektive eines kleinen Mädchens.

VeranstalterIn: Dagyeli Verlag
21:00 Uhr, Vorsaal
Christian Baron

Die Proleten und die Linken

nd-Redakteur Christian Baron setzt sich in seinem Buch »Proleten, Pöbel, Parasiten« mit dem auch in der Linken weitverbreiteten Vorurteil von der ungebildeten und faulen Unterschicht auseinander. Anhand der eigenen Biografie fragt er nach den Konsequenzen einer identitätsorientierten Politik, die sich von dem ursprünglichen Subjekt der revolutionären Praxis – der Arbeiterklasse – weit entfernt hat.

VeranstalterIn: Tageszeitung Neues Deutschland
21:00 Uhr, Seminarraum

Den Sieg sichern!

Zum Bau eines Gesundheits- und Sozialzentrums in Kobanê durch internationale Brigaden der ICOR
Filmvorstellung

Der 50-minütige Dokumentarfilm von Mark Zorko entstand in der Zeit von Juni bis November 2015. 177 freiwillige Brigadisten der ICOR aus 10 Ländern bauten gemeinsam mit der kurdischen Bevölkerung ein neues Gesundheitszentrum im vom IS befreiten Kobane auf. Ihr Beitrag der internationalen Solidarität mit der demokratischen Revolution in Rojava und dem heldenhaften Kampf gegen die Terrorbanden des IS.

VeranstalterIn: Verlag Neuer Weg
21:00 Uhr, Glasbau
Michael Schiffmann

Ein Leben für die Freiheit. Leonard Peltier und der indianische Widerstand

Der Aktivist des American Indian Movement (AIM) Leonard Peltier sitzt seit über 40 Jahren wegen angeblichen Mordes an zwei FBI-Agenten in Haft. Die derzeit laufende weltweite Kampagne zu einer Begnadigung durch Präsident Obama ist seine wahrscheinlich letzte Chance auf Freiheit. Der Autor wird das Buch, die Ergebnisse des Symposiums "Free Leonard Peltier!" und die derzeit laufende Kampagne zur Freilassung vorstellen.

VeranstalterIn: Free-Mumia-Netzwerk & TraumFänger Verlag Hrsg: Tokata - LPSG RheinMain e.V.

Sonntag, den 6. November 2016

12:00 Uhr, Vorsaal
Joseph Patrick

Das Finanzkapital

Das Buch bietet keine Beschwerde über die Zockerei der Finanzmafia, keinen Einblick in den Alltag ehrlicher Geldhändler, weder Untergangsprognosen noch Zukunftsperspektiven für eine Krisenbranche und keine Rezepte für eine bessere staatliche Geld- und Finanzpolitik. Es bietet stattdessen eine Antwort auf die Frage, worin die "systemrelevante" Macht des Finanzkapitals besteht und was sie über das System verrät, für das sie so relevant ist.

VeranstalterIn: GegenStandpunkt Verlag
12:00 Uhr, Seminarraum
Andreas H. Hohmann

Plakate für NGOs und Initiativen

Ein Handbuch
Oft mangelt es bei der Umsetzung von Kampagnen nicht an Kreativität, Ideen sind meist reichlich vorhanden – vielmehr fehlt es am Zutrauen, Plakate selbst technisch umsetzen zu können. Wie gewinnt man mit Plakaten Aufmerksamkeit? Was kann noch wirken in unserer heutigen reizüberfluteten Medienwelt? Dieses Handbuch beinhaltet viele Tipps, Anregungen und nützliche Informationen zur Plakatgestaltung. Es gibt einen kleinen Einblick und viele Hilfestellungen für die Erstellung von Plakaten.

VeranstalterIn: AG Spak
12:00 Uhr, Glasbau
Walter Bauer

60 Jahre KPD-Verbot und politische Justiz

Ein Streifzug von 1956 bis heute mit Texten von Zeitzeugen
Warum wird heute das KPD-Verbot nicht aufgehoben? Die juristischen und politischen Grundlagen der heutigen Repression sind im KPD-Verbot 1956 zu finden. Vorstellung der aktuellen Broschüre "60 Jahre KPD-Verbot und politische Justiz" von Walter Bauer und Raphael Fleischer.

VeranstalterIn: Eigenverlag
12:00 Uhr, Hinterzimmer
Werner Seppmann

Das Elend der Philosophie

Über Louis Althusser
Der französische Philosoph Louis Althusser gilt als „Marxismus-Erneuerer". Doch hält eine Überprüfung seines Theorieangebots dieser Einschätzung nicht stand. Denn tatsächlich läuft seine Vorgehensweise auf eine konsequente Marxismusentsorgung hinaus. Die Fundamental-Kritik von E. P. Thompson hat ihre Gültigkeit nicht verloren: „Althusser und seine Fackelträger greifen im Kern den Historischen Materialismus selbst an. Sie treten nicht an, ihn zu modifizieren, sondern ihn zu verdrängen".

VeranstalterIn: Kulturmaschinen Verlag
12:00 Uhr, Komm-Kino
Willi Hajek

Charles Bettelheim: Die Klassenkämpfe in der UdSSR (Die Periode 1930-1941) & Olivier Besancenot / Michael Löwy: Revolutionäre Annäherung

Als freie Assoziation mit einem „sterbenden Staat“ hatte sich Marx den Sozialismus vorgestellt. Im „realen Sozialismus“ blieben die Produktionsmittel beim Staat, der selbst zu einem neuen und brutalen Repressionsregime mutierte. Diese Entwicklung stieß schon früh auf linke Kritik. Dazu zählen auch die Forschungen von Charles Bettelheim. Neu erschienen ist das Buch zweier französischer Marxisten, die daraus Konsequenzen ziehen.

VeranstalterIn: Die Buchmacherei
13:00 Uhr, Vorsaal
Wladislaw Hedeler (Hrsg.)

Wladimir Iljitsch Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus

Einer der wirkungsmächtigsten Texte von Wladimir Iljitsch Lenin wurde anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Vollendung des Manuskripts durch die Herausgeber Wladislaw Hedeler und Volker Külow in einer kritischen Neuausgabe aufgelegt. Dafür wurden neueste Forschungsergebnisse zur Entstehungsgeschichte, dem Personenkreis, mit dem Lenin in Verbindung stand, und der Quellenbasis herangezogen und eingeleitet mit zwei Essays von Dietmar Dath und Christoph Türcke.

VeranstalterIn: Tageszeitung junge Welt
13:00 Uhr, Seminarraum
Hannes Hofbauer

Feindbild Russland

Hannes Hofbauer verfolgt das Phänomen der Russophobie zurück bis ins 15. Jahrhundert. Das FeindbildParadigma zieht sich wie ein roter Faden durch die Rezeption Russlands im Westen. Aktuell reagiert dieser empört auf die Politik des Kreml, der mit der Machtübernahme Putins innenpolitisch auf Konsolidierung und außenpolitisch auf Selbständigkeit setzt. Das Buch erzählt die Beziehungsgeschichte des Westens mit Russland und spürt den wirtschaftlichen und geopolitischen Grundlagen der Russophobie nach.

VeranstalterIn: Promedia Verlag
13:00 Uhr, Glasbau
Reiner Tosstorff

Die POUM in der spanischen Revolution

Ein Beitrag zur Geschichte der spanischen Revolution und des Bürgerkriegs anhand der Konflikte der Linken um die POUM (»Partei der marxistischen Einigung«), eine Partei oppositioneller Kommunisten, die von der spanischen KP und dem sowjetischen Geheimdienst bekämpft und mit stalinistischen Methoden verfolgt wurde.

VeranstalterIn: Neuer ISP Verlag
13:00 Uhr, Hinterzimmer
Markus Mohr

Legenden um Entebbe

Ein Akt der Luftpiraterie und seine Dimensionen in der politischen Diskussion
Am 27. Juni 1976 wurde eine Air-France-Maschine auf dem Flug von Tel Aviv nach Paris gekapert und mit über 250 Geiseln nach Entebbe in Uganda entführt. Zwei westdeutsche Guerillas der Revolutionären Zellen waren mitverantwortlich für die Entführung jüdischer und israelischer Geiseln. Das löst bis in die Gegenwart anhaltende Diskussionen aus. Kann Entebbe - wie vielfach behauptet – als ultimativer Beweis für den Antisemitismus der Linken gelten?

VeranstalterIn: Unrast Verlag
13:00 Uhr, Komm-Kino
Rudolf Stumberger

München ohne Lederhosen

Ein kritisch-alternativer Stadtführer (Von November 1918 bis in die 1960er-Jahre)
Maßkrüge, Oktoberfest, Möpse in Dirndln – das Klischee hat München fest im Griff. Dieses Buch versteht sich als alternative Annäherung an die Stadt, in der die erste Räterepublik auf deutschem Boden ausgerufen wurde. Erzählt wird die Münchner Stadtgeschichte anhand politischer Kontroversen um ihre Denkmäler. Das Buch lässt Orte und Gedenkstätten und den politischen Streit um sie lebendig werden und erzählt wenig bekannte Details der Geschichte.

VeranstalterIn: Alibri Verlag
14:00 Uhr, Vorsaal
Ilker Ataç, Michael Fanizadeh, VIDC (Hrsg.)

Türkei

Kontinuitäten, Veränderungen, Tabus
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen, zugespitzten Situation in der Türkei stellen Mitherausgeber Michael Fanizadeh und Autor Bülent Küçük das Buch vor. Darin werden unter anderem fehlende Pressefreiheit, großes Ost-West-Gefälle, autoritäre politische Herrschaft und der wieder zunehmende Druck auf die Minderheiten kritisch durchleuchtet.

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag
14:00 Uhr, Seminarraum
Bernd Langer

Kunst und Kampf

Die Initiative Kunst und Kampf (KuK) entstand in den 1980er Jahren. Propagiert wurde die These des eigenkulturellen Impulses der revolutionären Bewegung. Die individuelle Urheberschaft sollte negiert und an ihre Stelle eine kollektive Ästhetik des Widerstandes treten. KuK stellte eigene Gestaltungsprinzipien auf. Heftig kritisiert, wurde KuK dennoch in den 1990er Jahren in der Antifa-Bewegung stilbildend. Der Autor stellt eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor.

VeranstalterIn: Unrast Verlag
14:00 Uhr, Glasbau
Lou Marin

Rirette Maîtrejean. Attentatskritikerin, Anarchafeministin, Individualanarchistin.

Rirette Maîtrejean (1887-1968) wandte sich entschieden gegen anarchistische Attentate und Raubüberfälle im Frankreich vor dem Ersten Weltkrieg, von denen die „Affäre Bonnot” bis heute erinnert wird. Repression und interne Konflikte über die Stellung zu Attentaten führten zu einer Schwächung der anarchistischen Massenbewegung beim Kriegseintritt Frankreichs 1914. Rirette Maîtrejean verarbeitete ihre Vorkriegserfahrung in Auseinandersetzung mit Victor Serge und beeinflusste später Albert Camus’ Kritik des Nihilismus.

VeranstalterIn: Verlag Graswurzelrevolution
14:00 Uhr, Hinterzimmer
Bruno Kern

Können Linke religiös sein?

Der Beitrag der Befreiungstheologie
Die lateinamerikanische Theologie der Befreiung hat gezeigt, wie ChristInnen zum Ferment von Volksbewegungen und zum wichtigen Faktor einer emanzipatorischen Politik werden können. Wie hat sie sich weiterentwickelt und wie relevant ist sie für uns? Vor allem die jüngste Entwicklung einer „Ökotheologie der Befreiung“ eröffnet hoffnungsvolle Perspektiven.

VeranstalterIn: Befreiungstheologisches Netzwerk
14:00 Uhr, Komm-Kino
Dieter Maier

Colonia Dignidad

Auf den Spuren eines deutschen Verbrechens in Chile
Die deutsche Sektensiedlung Villa Baviera in Chile sehnt sich nach Normalität. Aber ihre Vergangenheit als Colonia Dignidad, die Folter und der Mord an politischen Gefangenen, der sexuelle Missbrauch und die dunklen Geschäfte holen sie immer wieder ein. Damit das so bleibt, hat Dieter Maier viele bislang unbekannte Dokumente ausgewertet, die zeigen, welches Ausmaß die Zusammenarbeit der Colonia Dignidad mit Pinochets Geheimdiensten hatte.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag

Begleitprogramm

Ausstellung, [Aufgang zum Festsaal]

US-Gefängnisindustrie

Die „Prison Nation“ der USA umfasst mehr als 2,3 Millionen Strafgefangene. Sie sind die Arbeitssklaven eines rasch wachsenden Industriezweiges. In privat-öffentlicher Partnerschaft ist ein gigantischer gefängnisindustrieller Komplex entstanden, der zur drittgrößten „Branche“ gemessen an Beschäftigtenzahlen wurde. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den verschiedenen Aspekten der US-Gefängnisindustrie, mit den Bedingungen aber auch mit dem Widerstand dagegen.

Rote Hilfe – OG Nürnberg/Fürth/Erlangen

Festsaal, Samstag 12.00 bis 19.00 Uhr

Literaturcouch von Radio Z

Politik- und KulturredakteurInnen des Community Senders Radio Z bitten AutorInnen, VerlegerInnen und BesucherInnen der Linken Literaturmesse zum Plausch, zum Interview oder zur Kontroverse auf die Literaturcouch. Die Gespräche werden aufgezeichnet und von Freien Radios im deutschsprachigen Raum übertragen.

Radio Z

Im Rahmen der Linken Literaturmesse präsentiert das KOMM-Kino,
Freitag und Samstag um 21.15 Uhr sowie Sonntag um 15:30 Uhr,
Eintritt 6 Euro

Der Fall Gleiwitz

(DDR) 1961, 67Min., SW, Spielfilm, Regie: Gerhard Klein
Der Film behandelt den von der SS inszenierten Überfall auf den Sender Gleiwitz am Abend des 31. August 1939, der der nationalsozialistischen Propaganda als Vorwand zum Polenfeldzug als Beginn des Zweiten Weltkriegs diente. Die Handlung wurde nach den Aussagen des SS-Mannes Alfred Naujocks vor britischen Vernehmungsbehörden und im Nürnberger Prozess minutiös rekonstruiert.

KOMM-Kino
Eingangsbereich Künstlerhaus

Literaturmesse Café

Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 15.00 Uhr - Kaffee, belegte Brötchen, Wasser…

LLM-Soli-Gruppe