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Programm der 11. Linken Literaturmesse in Nürnberg
Die 11. Linke Literaturmesse wird, wie die letzten Jahre auch, wieder im K4, Königsstraße 93, Nürnberg statt finden.
Das gedruckte Programm kannst Du Dir hier herunterladen.
(Kleine) Änderungen natürlich vorenthalten...
| zurück zur Terminübersicht | Samstag 14:00 Uhr Seminarraum | Buchvorstellung mit der Mitherausgeberin Monika Becker: Bridget Anderson: Doing The Dirty Work? Migrantinnen in der bezahlten Hausarbeit in Europa | Assoziation A | The Dirty Work? Wer macht den Dreck weg und wer betreut die Kinder, Alten
und Kranken zu Hause? Unbezahlte Hausfrauen oder schlecht bezahlte migrantische, aber auch deutsche Hausarbeiterinnen?
Bridget Anderson`s Buch gibt einen umfassenden Einblick in die Lebens- und
Arbeitsverhältnisse von migrantischen Hausarbeiterinnen in Deutschland und anderen europäischen Ländern. | Aus dem Englischen von G. Deckert Herausgegeben von Doris Schierbaum und Monika Becker
Ankündigungstext von Monika Becker:
The Dirty Work??Wer macht den Dreck weg und wer betreut die Kinder, Alten und Kranken zu Hause? Unbezahlte Hausfrauen oder schlecht bezahlte migrantische, aber auch deutsche Hausarbeiterinnen?
Monika Becker stellt als Mitherausgeberin das Buch "Doing the dirty work? -Migrantinnen in der bezahlten Hausarbeit in Europa" der englischen Soziologin Bridget Anderson vor. Bridget Anderson`s Buch gibt einen umfassenden Einblick in die Lebens- und?Arbeitsverhältnisse von migrantischen Hausarbeiterinnen in Deutschland und anderen europäischen Ländern.
Anhand von Interviews arbeitet sie die kontroversen Interessen der ArbeitgeberInnen und Hausarbeiterinnen heraus und berichtet von ihrem Kampf um Aufenthaltsrechte und bessere Lebensbedingungen.
Der kulturelle, ökonomische und politische Kampf um die Reproduktionsarbeit stellt eine Auseinandersetzung für eine tiefgreifende antirassistische, antikapitalistische und feministischen Gesellschaftsveränderung dar und wird uns viel Stoff zum Diskutieren bieten.
Verlagstext zum Buch:
In der feministischen Debatte wurde die Hausarbeit lange Zeit als die große ›Gleichmacherin‹ betrachtet. Als eine Last, die fast unterschiedslos allen Frauen durch die patriarchalen Verhältnisse auferlegt würde. Diese einzigartige Studie zu Hausarbeiterinnen in Europa beleuchtet demgegenüber die Aspekte von Herkunft und Klassenstellung innerhalb der häuslichen Unterdrückungsverhältnisse.
Bridget Anderson geht der Frage, wer die Reproduktionsarbeit zu leisten hat und wann, wie und wo sie zu leisten ist, mit parteiischem Blick von unten, aus der Sicht der Migrantinnen nach, denn diese Arbeit reproduziert nicht nur das Leben, sondern zugleich auch Status, Hierarchie und soziale Beziehungen.
Die Studie basiert auf eigenen Recherchen der Autorin und nimmt den rassistischen Zusammenhang bezahlter Hausarbeit im Norden in den Blick. Ein Phänomen, das die feministische Theoriebildung in fundamentaler Weise herausfordert.
Bridget Anderson gibt einen umfassenden Einblick in die Lebens- und Arbeitsverhältnisse von migrantischen Hausarbeiterinnen in Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland, Großbritannien und Deutschland.
Anhand von Interviews arbeitet sie die sich entgegenstehenden Interessen der ArbeitgeberInnen und Hausarbeiterinnen heraus und untersucht die maternalistische Machtausübung weiblicher Arbeitgeber.
Als Mitarbeiterin von Kalayaan, einer Selbstorganisation von illegalisierten Hausarbeiterinnen schildert sie deren langen Kampf in Großbritannien.
Das Buch macht deutlich, dass die Regulierung, Professionalisierung und Legalisierung der bezahlten Hausarbeit nichts an der Tatsache ändern wird, dass es sich um existenziell fremdbestimmte und auf Unterordnung angelegte Arbeit handelt. Die Macht der ArbeitgeberInnen kann durch Gesetze eingegrenzt werden, aber sie verschwindet nicht. Entscheidend für Veränderungen ist nicht die Regulierung der Arbeitsverhältnisse, sondern die antagonistische Selbstorganisation der Hausarbeiterinnen.
Das Buch wird ergänzt durch eine Darstellung des europäischen Netzwerks ›Respect‹ zur Unterstützung von Migrantinnen in der bezahlten Hausarbeit.
(Verlagstext) |
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