Programm der 11. Linken Literaturmesse
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Programm der 11. Linken Literaturmesse in Nürnberg
Die 11. Linke Literaturmesse wird, wie die letzten Jahre auch, wieder im K4, Königsstraße 93, Nürnberg statt finden.
Das gedruckte Programm kannst Du Dir hier herunterladen.
(Kleine) Änderungen natürlich vorenthalten...
 
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Samstag
14:00 Uhr
Café Löffler
Buchvorstellung: Michael Ragon: Das Gedächtnis der Besiegten. Roman.Edition AV
„Das Gedächtnis der Besiegen“, im Original 1990 erschienen, ist ein
Historienroman, der vesucht, die politische Geschichte des 20. Jahrhunderts in
ein großes, erzählerisches Panorama zu fassen. Über die Biographie einer fiktiven
Hauptfigur (die gleichwohl eine Synthese verschiedener realer Lebensläufe
darstellt) werden die wichtigsten Etappen und Wendepunkte dieses Zeitalters miteinander verknüpft und aus anarchistischer Sicht geschildert.
"Das Gedächtnis der Besiegen", im Original 1990 erschienen, ist ein Historienroman, der versucht, die politische Geschichte des 20. Jahrhunderts in ein großes, erzählerisches Panorama zu fassen. Über die Biographie einer fiktiven Hauptfigur (die gleichwohl eine Synthese verschiedener realer Lebensläufe darstellt) werden die wichtigsten Etappen und Wendepunkte dieses Zeitalters miteinander verknüpft und aus anarchistischer Sicht geschildert.
Der "Held", Fred Barthélemy, wächst am Vorabend des ersten Weltkrieges im Pariser Anarchistenmilieu auf, gelangt während des Krieges als Mitglied einer französischen Militärmission nach Russland, wird Beobachter und Beteiligter der revolutionären Ereignisse und Machtkämpfe, kehrt desillusioniert in das Frankreich der Zwischenkriegszeit zurück, arbeitet als Schlosser bei Renault, macht sich einen Namen als politischer Publizist, nimmt am spanischen Bürgerkrieg teil, verbringt den zweiten Weltkrieges als Antimilitarist in Haft und gehört schließlich in den Nachkriegsjahren zu den Vergessenen, die erst in Zeiten eines erneuten politischen Aufbruchs (Mai 68) wieder ins Rampenlicht getreten sind.
Der Verfasser, Michel Ragon (Jahrgang 1924), war in Frankreich bereits als Kunst- und Architekturkritiker bekannt, bevor er Anfang der 1980er Jahre auch als Romancier den Durchbruch schaffte. Als Kunstkritiker ein Verfechter der Avantgard, geht Ragon in seinem literarischen Werk einem anderen Weg. In seinem oft mit autobiographischen Bezügen versehenen Geschichtsromanen knüpft er an die Tradition des realistisch-naturalistischen Erzählens an und zielt darauf ab, mit klar strukturierten Geschichten ein Massenpublikum zu erreichen.
Wie in seinem bekanntesten Roman "Die roten Tücher von Cholet" (dtv), der dem Massenmord an der aufständischen Bevölkerung der Vendée (Provinz in Westfrankreich) während der französischen Revolution thematisiert, geht es Ragon auch in "Das Gedächtnis der Besiegen" darum, die aus der offiziellen Geschichtsschreibung verbannten Kämpfe vergessener und besiegter Sozialbewegungen wieder ins Gedächtnis zu rufen.