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Programm der 11. Linken Literaturmesse in Nürnberg
Die 11. Linke Literaturmesse wird, wie die letzten Jahre auch, wieder im K4, Königsstraße 93, Nürnberg statt finden.
Das gedruckte Programm kannst Du Dir hier herunterladen.
(Kleine) Änderungen natürlich vorenthalten...
| zurück zur Terminübersicht | Samstag 13:00 Uhr Weißer Saal | Informationsveranstaltung: Solidarität mit Mumia Abu-Jamal | Rote Hilfe e.V. | Die Rote Hilfe informiert über die aktuelle Situation von Mumia Abu-Jamal und
den Stand der Solidaritätskampagne. | Mumia Abu-Jamal ist einer der bekanntesten politischen Gefangenen in den USA. Seit über 24 Jahren in der Todeszelle des Hochsicherheitsgefängnisses von Pennsylvania gefangen, schreibt er unermüdlich gegen die Ungerechtigkeit der kapitalistischen Gesellschaft, für die „im Namen des Gesetzes und im Namen Gottes“ zum Tode verurteilten Menschen in den Todestrakten der Welt. Er weiß aus eigener Erfahrung um die politisch und rassistisch motivierten Verfahren einer Herrschaftsjustiz gegen unliebsam gewordene Bürger und um derer Mittel, Menschen das Recht auf Leben und Unversehrtheit zu entziehen. Sein Fall ist beispielhaft für Tausende. Sein Dank für die weltweite Solidarität, die ihm entgegengebracht wird, ermuntert, für ihn und seine Freilassung weiterhin einzutreten.
Der Druck auf uns, die Behörden daran zu hindern, Mumia zu töten, ist heute größer denn je zuvor, gerade deswegen weil wir in den USA eine rechte Regierung unter der Führung von George Bush haben. Der größte Terrorist auf der Welt sitzt nicht irgendwo in Afghanistan in den Bergen, sondern erläuterte gerade am 11.09. seine „Friedensvisionen“ in Anbetracht von ground zero.
Mumia ist nicht nur Mumia als Mensch, sondern steht vielmehr auch als Symbol für all die Jenigen, welche die US-Regierung und Regierungen auf der ganzen Welt zu töten versuchen.
Mumia Abu-Jamal hat stets seine Unschuld beteuert, alle rechtlich möglichen Schritte wurden und werden von seinem Anwaltsteam ausgeschöpft, um ihn vor der Hinrichtung zu retten. Seine Anwälte brauchen brauchten und brauchen weiterhin politische Unterstützung im Kampf für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal. Diese Unterstützung ist möglich durch eine Solidarisierung mit allen Kräften, die Rassismus bekämpfen, die sich gegen die Todesstrafe aussprechen. Ohne die Wahrung der Grundrechte des Menschen kann es keinen Frieden geben.
Stand des für Außenstehende kompliziert erscheinende juristische Verfahren ist, daß am 6.12.2005 ein Beschluß des Bundesberufungsgerichtes erging, wonach aus einer ganzen Reihe von Berufungsgründen (29 Beschwerdegründe) drei Punkte zur Überprüfung zugelassen hat, welche von äußerster verfassungsrechtlicher Bedeutung und wesentlich für Mumias Recht auf ein faires und ordentliches Gerichtsverfahren sind. Sollte nur einer dieser drei Punkte für die Berufung zugelassen werden und noch weitere Gründe für die Berufung zugelassen werden, befände sich Mumia aus rechtlicher Sicht wieder im Jahre 1981.
Die bundes- und weltweite Kampagne für ein neues Verfahren hat somit einen ersten großen Sieg errungen. Zwar wurde schon im Dezember 2001 das Todesurteil vorläufig ausgesetzt und die Geschworen sollten innerhalb eines halben Jahres über ein neues Strafmaß entscheiden. Gäbe es bis dahin keine Entscheidung, würde die Strafe in lebenslänglich umgewandelt werden. Da jedoch Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung dagegen Berufung eingelegt haben, ist die Entscheidung nicht rechtskräftig, d.h. Mumia ist auch weiterhin mit dem Tode bedroht.
Die bundes- und weltweite Solidaritätsarbeit wird weiterhin dringend benötigt. Die Rote Hilfe beteiligt sich bundesweit an dieser Solidaritätsarbeit in Zusammenarbeit mit anderen fortschrittlichen Organisationen, so z.B. bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch die Stadt Paris vor zwei Jahren, regelmäßigen Kontakten zum Verteidigerteam, bundesweiten Aktionen, regelmäßigen Infobeiträgen und Infoständen so z.B. bei den jährlichen LL-Kongressen in Berlin und letztendlich auch an den Spendenkampagnen für das Wiederaufnahmeverfahren. |
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